Oktober-Treffen

Super Stimmung bei folgenden Themen:

  • Vorführung der neuen Features von El Capitan
  • Apache HTTP Server
  • Eigene Webseiten lokal testen
  • DJI OSMO, ein neues, innovatives Video-Modul-System
  • „Readly“, die digitale Zeitschriften-Flatrate

 

OS X 10.11 El Capitan

Das neueste Betriebssystem von Apple bietet, wie schon seine Vorläufer, Erleichterungen in den einzelnen Anwendungen. Wer jetzt noch nicht mit einem Mac arbeitet, hat nun noch mehr Argumente, es endlich einmal zu probieren. Aber genau dafür scheinen die letzten Betriebssysteme von Apple entwickelt worden zu sein: für Apple-Neulinge. Diejenigen, die schon seit Jahren mit einem Mac arbeiten, ihre verwendeten Programme und angeschlossene Peripherie effektiv nutzen, stehen nach dem Update vor bisher ungewohnten Problemen.

Ein neuerer Bericht stammt von Thomas Konrad bei Giga über Abstürze des Microsoft Office Pakets unter OS 10.11. Eine Horrorvorstellung für regelmäßige Anwender von Word, Excel, Power Point und Co. Auch Apples hauseigene Applikationen wollen alle aktualisiert werden. Oft wird zudem die zu dem Programm gehörende Dateiverwaltung „auf den neuesten Stand gebracht“. Für Anwender, die für sich alleine arbeiten, kein Problem. Kritisch ist es jedoch, wenn man seine Arbeit zusammen mit anderen ausführt und auf einmal eine FinalCut Pro-Bibliothek zwischen verschiedenen Macs nicht mehr kompatibel ist.

Unter Musikern zeigt sich dieses Dilemma noch deutlicher: Verwendete Musikprogramme sind nicht selten abwärts-un-kompatibel. Oder Geräte, welche beispielsweise Garageband oder Logic Pro X steuern sollen, versagen unter El Captain ihren Dienst. Auch Audio-Ingenieure klagen immer häufiger über ungewohntes Rauschen bei Aufnahmen, Verzögerungen zwischen der Audioquelle und dem aufzeichnendem Gerät oder der Notwendigkeit, Programme mehrmals während einer Arbeitssession neu starten zu müssen, damit alle Erweiterungen ihre Dienste vollumfänglich wieder aufnehmen.

Anwender bei denen die App „Notizen“ seit Jahren ein integraler Bestandteil ihres alltäglichen Arbeitsprozesses ist, müssen zum einen alle verwendeten Apple-Geräte auf einen einheitlichen Stand bringen und zum anderen vorher mit den Notizen umziehen, damit die Synchronisation wieder wie gewohnt läuft.

Kurzum: In der Vergangenheit konnten Apple-Anwender ihre Werkzeuge einfach nur verwenden, um den digitalen Alltag unkompliziert und „mal eben schnell“ zu bewältigen. Diese große Gruppe von Macianern mutiert immer mehr zu Technik-Nerds, die vor jeder Umstellung Risiken und Nebenwirkungen recherchieren, planen und logistisch umsetzen muss.

Über welche Steine man nach der Umstellung stolpert, diskutieren Anwender von Apple-Produkten bei unseren regelmäßig stattfindenden Treffen in Berlin. Von den gemachten Erfahrungen kann man nur profitieren.